, Rolf Klaus

Wochenende im Neuenburger- und Waadtländer Jura

Naturfreunde Sektion Baselbiet

Wochenende im Neuenburger- und Waadtländer Jura

 

Samstag 01.08.2020 – Sonntag 02.08.2020  

 

 

 

 Mais pourquoi donc le ciel est-il bleu ?        

 

 

 

 

 

 

     Bundesfeier          1. August 2020:      die Wettervorhersage für die beiden ersten Tage im August prophezeit blauen Himmel, hohe Temperaturen und möglicherweise einige Regenschauer. Darauf vertrauend machen sich 24 Naturfreunde und Leon auf die zweitägige Wanderung mit Start in Les Sagnettes. Im schattigen Wald von Pouette Prise wandern wir zur Höhle Glacière de Monlési, eine Eishöhle im Val de Travers.

Denn auch im Jura gibt es Gletscher – sie liegen allerdings gut versteckt in tiefen Erdlöchern. Die Glacière de Monlési ist die grösste dieser Eisgrotten. Früher wurde deren Eis kommerziell genutzt.Am Eingang zur Höhle, nach abenteuerlichem Abstieg über eine Leiter, stellen wir fest, dass am Eingang das Eis geschmolzen ist und nur Reste von Stalagmiten vom Höhleneingang aus schwach erkennbar sind.

 

All die Mutigen unter uns, die sich hinunter zur Eishöhle gewagt haben (und auch die Andern) gönnen sich eine „Znueni“ aus dem Rucksack.

 

 

Wir wandern weiter, denn es erwartet uns noch ein ganz spezieller Ausblick in das Val de Travers. Der Weg führt uns dem Mont Brenin entlang, quer durch die Combe de Trémalmont nach Bas des Roche und führt zur Mittagrast bei der Waldhütte von Plancemont. 

 

 

 

 

Auch Schmetterlinge brauchen mal eine Pause.

 

 

 

 

Die letzte Wegstrecke bis zur  Ortschaft Couvet wird in Anbetracht, dass es dort ein Dessert geben könnte, recht zügig in Angriff genommen. So ist es auch. In der Bidal Boulangerie Pâtisserie mit seinem Tea-Room werden alle Gelüste gestillt. Aber dann kommt ein heftiges Gewitter und überrascht uns Alle.

 

 

Als dann noch ein Blitz sehr nahe einschlägt und den Wald am gegenüberliegenden Hang in Brand setzt, setzen auch wir uns in Bewegung und teilweise mit improvisiertem Regenschutz eilen wir dem schützenden Bahnhof zu. Mit Bahn und Postauto erreichen wir Ste-Croix und unsere Unterkunft im Hôtel de France.  

 

 

*******************************************************************************************************        Am Tag als der Regen kam …. (Dalida)  

Sonntag 02. August 2020:

Am Tag als der Regen kam. Lang ersehnt heiß erfleht, Auf die glühenden Felder, auf die durstigen Wälder“ ,so beginnt das Lied von Dalida aus dem Jahr 1960. Für uns ist aufgrund der Wetterprognose vom Vorabend die heutige Wanderung wie vorgesehen nicht ratsam. Wir machen die Wanderung ohne den steilen Abstieg in die Gorges de Covatanne. Die Bilder dieser Schlucht sind überwältigend:

die Covatanne-Schlucht zählt zu den Höhepunkten unserer zweitägigen Jurawanderung. Links die Felsen mit grimmigen Gesichtern

 

 rechts die Gorges mit dem harmlos aussehenden Bächlein   L’ Arnon. 

Noch bleiben wir vom prognostizierten  Regen verschont.

 

 

 

 

 

                             

Die Kirche von Vuiteboeuf markiert das Ende unserer zweitägigen Wanderung. Jetzt muss rasch der Bahnhof erreicht werden, denn: grauschwarze Regenwolken sind  im Anmarsch und siehe Titel: der Tag als der Regen kam! Kaum am Bahnhof ist er da und es giesst wie aus Kübeln.

Einigermassen feucht/trocken bringt uns der OeV nach Yverdon-les-Bains (es regnet immer noch) und via Biel direkt nach Basel. Alle sind gesund und hoffentlich wieder trocken heim gekommen.

 

 

Danke dem Wanderleiterpaar Nelly und Nick. Respekt wie Ihr die Wanderung modifiziert habt. 

 

PS: Unser „Gepäck“ wird vom Bahnhof Fleurier zum Hôtel de France und am nächsten Tag zum Bahnhof Vuiteboeuf  transportiert. Wir tragen auf der Wanderung nur unseren Tagesrucksack. Was für ein Service!! Apropos: le ciel est bleu c'est en raison de la diffusion de Rayleigh. Elle caractérise la diffusion de la lumière par les particules dont le rayon est très petit par rapport à la longueur d'onde du rayonnement solaire. 

Text: Rolf Klaus

Bilder: Rolf Klaus, Petra Feldmann