, Rolf Klaus

Titterten – Schloss Wildenstein – Bubendorf Samstag , 14. November 2020

Zurück ins Mittelalter: Schloss Wildenstein und seine alten Eichen .....

An einem überaus sonnigen und warmen Herbstmorgen beginnen in Titterten 30 Naturfreunde unter der Leitung von Ursula und Hassan, aufgeteilt in zwei Gruppen, ihre Wanderung zum Schloss Wildenstein.

Von Ursula erhalten wir eine kurze Einführung: Corona-Restriktionen sind der Grund, dass der Weihnachtsmarkt in Titterten abgesagt wurde. Das gibt uns etwas mehr Zeit für eine Mittagspause und für die Wanderung.
Vor dem blauen, leicht bewölkten Himmel ist über lange Zeit das Dorf Arboldswil zu sehen.

 

 

Wir wandern entlang des Rankbergs und erreichen die Weggabelung Oberer Sörzech auf der Krete zwischen dem Fluebach und dem Tal der Vorderen Frenke. Die Verschnauf- und Trinkpause haben wir verdient.

                 

 

 

 

 

 

 

Wir folgen dem ausgeschilderten Wanderweg den Höhenkurven entlang, überqueren die Hauptstrasse Niederdorf – Arboldswil und erreichen den Bauernhof Schlif.

Beim Landwirtschaftsgebäude des Arxhof empfängt uns ein unangenehmer Geruch sodass wir rasch weitergehen. Kurze Zeit später folgt eine Strecke über eine freie, durchnässte Wiese mit einem schmalen Kuh-Trampelfpad, der unseren Gleichgewich
tssinn und unsere Balance auf eine harte Probe stellen. Wohl dem der seine Wanderstöcke mit dabei hat.

 

                                                                                                                     

In der Ferne sehen wir schon bald das eigentliche Ziel dieser Wanderung, das Schloss Wildenstein mit seinem Bauernhof und dem weitläufigen Schlossareal.

Wenn wir so vor dem Schloss stehen, fühlen wir uns ins Mittelalter zurück versetzt. Das Schloss kann heute Samstag nicht besichtigt werden. Mehrere Tafeln informieren sowohl über die Entstehung und die Baugeschichte von Schloss Wildenstein, als auch über das Schlossgelände mit seinen Gärten und der weiteren Umgebung (https://schloss-wildenstein-bubendorf.ch/rundgang).

 

 

Im lauschigen „Englischen Park“ essen wir unser Mitgebrachtes aus dem Rucksack. Auch ein gesunder Mittagsschlaf an der wärmenden Herbst-Sonne oder im Schatten kann nicht schaden. Ein Park Ranger macht uns auf den Eichenwald von Wildenstein aufmerksam.

Selbstverständlich statten wir dem Eichenwald einen Besuch ab. Manche der imposanten Bäume sehen abgestorben und wie tot aus, aber Teile davon treiben immer wieder aus.

Die ältesten Eichen sind über 520 Jahre alt und wenn sie sprechen könnten, hätten sie sicher sehr vieles zu erzählen. Im Altertum sah man die Eichen und Linden als heilige Bäume an. Die Eichen waren früher auch wirtschaftlich von grosser Bedeutung. Aus ihrem Holz wurden Fässer, Wasserräder, Glockenstühle, Häuser, Brücken, Schiffe und Eisenbahnen gebaut. Heute gehören die Eichen zu den ökologisch wertvollsten Bäumen. Auf keinem anderen Baum leben so viele Vögel, Insekten und andere Kleintiere, weit über 1000 verschiedene Arten beherbergt eine Eiche.

 


Auf dem letzten Wegstück der heutigen Wanderung kommen wir am Schlossteich vorbei. Aus ihm wurde mit der Zeit ein Biotop. Durch die dichte Hecke rund um sein Ufer ist er geschützt und vor neugierigen Sonntagspaziergängern etwas abgeschirmt.

Der Weg führt uns über den Murenberg nach Bubendorf, von wo wir mit dem Postauto nach Liestal und mit IC nach Basel zurückfahren.

Es war ein „Martinisommer-Tag“ der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Danke Ursula und Hassan für diese Entspannung in den gegenwärtigen Corona-Zeiten.

Text und Bilder: Rolf Klaus